Warum ich Unternehmensfotografie zuerst als Gestaltung sehe
Manchmal werde ich gefragt, warum bei einem Unternehmensshooting so viele unterschiedliche Motive entstehen. Warum nicht einfach einige wenige Bilder fotografieren, die das Unternehmen zeigen?
Die Antwort liegt in meiner Art zu denken.
Durch meinen Hintergrund als Mediengestalterin habe ich einen starken Blick für Gestaltung entwickelt. Ich betrachte Bilder selten nur als einzelne Aufnahmen, sondern immer im Zusammenhang mit dem, was sie später leisten und wie sie eingesetzt werden.
Ein Bild entsteht nicht isoliert
Schon in der Planung eines Shootings denke ich nicht nur an das Motiv vor der Kamera, sondern daran, welchen Platz ein Bild später einnehmen soll.
Eine Website funktioniert anders als LinkedIn.
Eine Präsentation braucht andere Bilder als eine Broschüre.
Ein Recruiting-Beitrag stellt andere Anforderungen als eine Pressemitteilung.
Diese unterschiedlichen Einsatzbereiche beeinflussen, welche Motive entstehen und wie vielseitig sie später genutzt werden können.
Von einzelnen Motiven zu einer Bildwelt
Deshalb plane ich ein Unternehmensshooting nicht als Sammlung einzelner Bilder.
Ich denke in einer Bildwelt.
Einer Bildwelt, die verschiedene Facetten eines Unternehmens sichtbar macht und gleichzeitig eine klare visuelle Linie behält. Bilder von Menschen, Arbeitsprozessen, Details und Atmosphäre, die einzeln funktionieren und zusammen eine konsistente visuelle Identität schaffen.
Gerade diese Verbindung aus Gestaltung und Fotografie hilft mir dabei, nicht nur den Moment des Shootings zu sehen, sondern auch die spätere Kommunikation mitzudenken.
Bilder mit einer Aufgabe
Ein gutes Unternehmensbild muss heute oft mehrere Funktionen erfüllen.
Es soll Persönlichkeit zeigen, Vertrauen schaffen, Informationen transportieren oder einer Marke visuell Raum geben. Deshalb entstehen bei einem Shooting bewusst unterschiedliche Motive, nicht, um möglichst viele Bilder zu produzieren, sondern um Unternehmen langfristig einen vielseitigen Bildpool für ihre Kommunikation zur Verfügung zu stellen.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einer reinen Bildsammlung und einer durchdachten Bildwelt.
Nicht jedes Bild muss alles erzählen.
Aber jedes Bild sollte wissen, welche Aufgabe es übernimmt.